Mein Ansatz
Was sich zeigt
Ich folge dem, was sich zeigt – im Licht, in den Linien, im Detail und in diesem Moment dazwischen.
Seit meiner Jugend ist die Fotografie meine Art zu sehen. Mein Weg zwischen Frankreich und München hat meinen Blick geprägt: aufmerksam für Räume und Formen, für das Zufällige, für Spuren, die bleiben, und für das, was sich manchmal nur für einen Augenblick zeigt.
Ich suche keine Bilder. Ich warte, bis sie erscheinen.
Oft ist es nur ein Detail, eine Verschiebung des Lichts, eine Linie, ein Schatten, eine Bewegung am Rand des Blickfelds. Meine Aufmerksamkeit hält inne, und eine Perspektive entsteht, aus der sich dieses Detail anders zeigt, als wir es zu sehen gewohnt sind. Manchmal ist es das Detail eines Menschen, manchmal ein Fragment eines gebauten Raumes. Für einen Moment fügt sich etwas — durch den Ausschnitt, den Abstand oder den Blickwinkel: Das Vertraute zeigt sich anders, das Übersehene wird sichtbar.
Mich ziehen Linien und Kurven an, die Stille eines Ortes, der Zufall einer Geste. Ebenso die Menschen, die einen Ort allein durch ihre Anwesenheit verändern. Schwarzweiß und Farbe sind für mich zwei unterschiedliche Arten, eine Stimmung und eine Wahrnehmung sichtbar zu machen. Auch im Porträt suche ich diesen Moment: nicht die perfekte Pose, sondern den Augenblick, in dem jemand aufhört, sich zu zeigen, und einfach da ist.
Vielleicht ist das letztlich meine Suche: nicht die Welt festzuhalten, sondern für einen Augenblick wahrzunehmen, was bereits da ist. Und daraus ein Bild entstehen zu lassen.

Werdegang & Verankerung
Von Paris nach München, eine beständige Präsenz
Als französische Fotografin, ursprünglich aus Paris und heute in München zu Hause, habe ich schon früh in der Fotografie eine beständige Begleiterin gefunden — eine Art, in der Welt zu sein und ihre verborgenen Seiten sowie ihre Schönheit sichtbar zu machen.
Nach einer Laufbahn im Marketing und einem Leben zwischen zwei Kulturen habe ich mich dazu entschlossen, mich ganz dem Bild zu widmen. Heute bewegt sich mein Schaffen zwischen dem Gestalten von Porträts und der Entwicklung langjähriger freier Serien wie <em>München mal anders</em>, <em>Zwischen Linien und Kurven</em> oder Arbeiten, die auf meinen Städtereisen entstehen.
Eine Arbeit, die im Fluss des Alltags verwurzelt ist, in der die Neugier des Blicks wichtiger ist als die Technik, um die Geometrie der Räume und die Wahrhaftigkeit von Begegnungen immer wieder neu zu erkunden.
